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Ausbildung schützt vor Arbeitslosigkeit

  

Aus einer Studie des AMS geht hervor: Umso höher die Ausbildung, umso weniger ist man von Arbeitslosigkeit betroffen.

  

Mit einem Pflichtschulabschluss hat man die schlechteste Chance auf Arbeit: 16,9% sind nach dem neunten Schuljahr von Arbeitslosigkeit betroffen. Deutlich besser stehen die Möglichkeiten für Jugendliche mit einem Lehrabschluss: nur etwa 6% sind von Arbeitslosigkeit betroffen. Nur halb so viele Jugendliche sind jedoch nach einem AHS-Abschluss arbeitslos. Und die besten Berufsaussichten nach dieser Umfrage jene Menschen, die eine akademische Ausbildung erhalten haben.

  

Das AMS hat dafür 90.000 Jugendliche des Jahrgangs 1980, die im Alter von 25 Jahren erwerbstätig waren, befragt. Demnach ist jeder sechste Jugendliche (15.000) nach der Pflichtschule direkt in das Arbeitsleben eingestiegen. Fast die Hälfte (42.600) hat eine Lehre absolviert und etwas mehr als ein Drittel hat eine weiterführende Schule oder Universität besucht.

  

AbsolventInnen  einer Lehre sind demnach nicht nur um 23 Tage oder 9% weniger arbeitslos als Jugendliche mit Pflichtschulabschluss, sondern sie verdienen im Jahr durchschnittlich auch um Euro 1.400,- - das sind fast 10% - mehr als PflichtschulabschließerInnen.

  

Quelle: www.ams.or.at 

  



Mit 20 schon am Abstellgleis?
 

Reinhard ist 20 Jahre alt, gelernter Hafner (sprich Ofenbauer) und seit 1 ½ Jahren arbeitslos.

  

Er hat das Gefühl, dass er beim Arbeitsamt nur seine Zeit totschlägt und er dort immer Stellen bekommt, die sie für ihn passend finden, die aber leider nicht wirklich passen. Seine erste Stellenausschreibung vom Arbeitsamt hat er erst nach einem Jahr Arbeitslosigkeit bekommen.

  

Reinhard macht jetzt den 3. Kurs beim AMS. Sein erster Kurs war ein Bewerbungstraining, sein zweiter EDV und sein dritter hat mit seinem neuen Berufswunsch zu tun, Tourismus. – Denn Reinhard will jetzt Koch werden.

Seine Meinung, ob etwas gegen Jugendarbeitslosigkeit getan wird, ist, dass was gemacht wird, aber zu wenig. Mit seinem Arbeitslosengeld kommt er derzeit gut aus.

  

Der Name des Jugendlichen wurde aus Datenschutzgründen von der Stellenwert-Redaktion geändert. 

  

  

  



Aktuelle Lage am Arbeitsmarkt
  • 62.207 (Stand November 07) Jugendliche ohne Arbeitsplatz: österreichweit sind 58.842 Jugendliche zwischen 16 und 24 ohne Arbeit

  • schlechte Berufsorientierung: 50 % aller Lehrlingsmädchen lernen noch immer Einzelhandelskauffrau, Friseurin oder Bürokauffrau

  • weniger ausbildende Betriebe: nur 12% aller Betriebe in Österreich bilden Lehrlinge aus – vor 25 Jahren waren es noch 24%

  • weniger Lehrplätze: in den letzten 25 Jahren ist die Anzahl an Lehrstellen um fast 30% gesunken

 Quelle: Wirtschaftskammer Wien

  

  



Prognosen für die Zukunft


• weniger Lehrstellen:  
                                                            
bis zum Jahr 2010 werden noch weniger
Betriebe Lehrlinge ausbilden

                                
• mehr Druck am Arbeitsmarkt:
der Druck auf arbeitslose Jugendliche, die eine geeignete       
Lehrstelle suchen, wird sich weiter erhöhen
                                            
• mehr Anlernkräfte:
Die Einstellung von Anlernkräften wird sich weiter erhöhen

                                
• Generation Praktikum:             
Auch Jugendliche mit einer abgeschlossenen Schulausbildung
werden noch mehr unter Druck geraten. Schon jetzt ist es für
viele Jugendliche Realität eine Reihe von (unbezahlten) Praktika
zu machen bevor sie eine feste Anstellung bekommen

  

Quelle: Lehrlingsausbildung: Angebot und Nachfrage – Entwicklung und Prognosen 2005 bis 2010, Synthesis Forschung


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