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Prognosen für die Zukunft


• weniger Lehrstellen:  
                                                            
bis zum Jahr 2010 werden noch weniger
Betriebe Lehrlinge ausbilden

                                
• mehr Druck am Arbeitsmarkt:
der Druck auf arbeitslose Jugendliche, die eine geeignete       
Lehrstelle suchen, wird sich weiter erhöhen
                                            
• mehr Anlernkräfte:
Die Einstellung von Anlernkräften wird sich weiter erhöhen

                                
• Generation Praktikum:             
Auch Jugendliche mit einer abgeschlossenen Schulausbildung
werden noch mehr unter Druck geraten. Schon jetzt ist es für
viele Jugendliche Realität eine Reihe von (unbezahlten) Praktika
zu machen bevor sie eine feste Anstellung bekommen

  

Literatur:

Lehrlingsausbildung: Angebot und Nachfrage – Entwicklung und Prognosen 2005 bis 2010, Synthesis Forschung

  

  



Generation Prekär – Neuer Übergang für Jugendliche in die Arbeitswelt

Vor noch gar nicht zu langer Zeit war es üblich ein Leben lang denselben Beruf auszuüben. Diese Perspektive hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Früher bedeutete eine Ausbildung Sicherheit, in eigenes Einkommen haben, einen sicheren Job kriegen, durch den Arbeitsplatz soziale Absicherung erhalten. Heute ist das ganz anders. Es gibt keine Garantie mehr für einen Ausbildungsplatz und die Zahl an arbeitslosen Jugendlichen war noch nie so hoch. Und das, obwohl die Zahl an 15- bis 19-Jährigen in Österreich massiv zurückgegangen ist. Ein neuerlicher „Rückgang“ an Jugendlichen wird 2012/2013 erwartet, doch die Veränderung am Arbeitsmarkt (genügend Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Jugendliche) wird erst für 2020/2030 erwartet. Früher war der „Fahrplan“ für den Einstieg in die Erwerbsarbeit relativ sicher und klar, heute stellt sich das ganz anders dar.

  

Der Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt ist mit vielen Risiken verbunden: das Risiko der Arbeitslosigkeit, das Risiko einen prekären Job zu bekommen (Arbeit ohne soziale Absicherung), das Risiko einen Job mit geringem Einkommen zu bekommen, das Risiko unfreiwillig selbstständig zu werden (Werkvertrag), das Risiko keinen Job im Ausbildungsbereich zu finden. Jugendliche haben dadurch immer weniger positive Zukunftsperspektiven. Nehmen was kommt ist die Devise. Besser irgendein Job, als keinen zu haben. Eröffnete der Beruf früher noch planbare Perspektiven, so sind heute Existenzängste an diese Stelle getreten. Die hohe Flexibilität der Betriebe garantiert keine dauerhaften Arbeitsplätze mehr. 60% der Jugendlichen arbeiten nach dem Abschluss der Ausbildung nicht im erlernten Beruf weiter.

  

Ausbildung sichert nicht nur die Existenz, sondern auch den sozialen Status. Und für einen Jugendlichen auch noch den Platz in der Welt der Erwachsenen. Ist das die Perspektive, die wir den heutigen Jugendlichen, der „Generation Prekär“, mit auf den Weg in die Erwachsenenwelt geben wollen?

  



Wahlversprechen

An dieser Stelle findest du eine Auflistung der Wahlversprechen in Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit. Wir werden die neue Regierung im Auge behalten und auf die Einlösung ihrer Versprechen pochen.

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