Damit soll einerseits dem Leben und Wirken der Heiligen Precaria Anfangs des 20. Jahrhunderts gedacht werden und andererseits – in ihrem Gedenken – an die gegenwärtig Dynamik der Prekarisierung gemahnt und an die Betroffenen gegenwärtiger Prekarität erinnert werden. In Österreich sind besonders Frauen häufig prekär beschäftigt. Am 29. Februar machen Gewerkschaften, NGOs und Organisationen aus dem kirchlichen Bereich gemeinsam mit Aktionen und Infomaterial auf die Situation der prekär Beschäftigten in den verschiedenen Branchen aufmerksam. Beim Pressegespräch in Wien war seitens der Katholischen Jugend Österreich Bundesjugendseelsorger Markus Muth anwesend. Er verwies im Gespräch auf das ökumenische Sozialwort, in dem es heisst: "Der Mensch, nicht die Wirtschaft, soll im Mittelpunkt stehen", und bat abschließend die Heilige Precaria, "dass Kreativität entsteht um hier zu vernünftigen Ansätzen und Lösungen zu kommen."
Auch in St. Pölten gedachte man Santa Precaria
Begrüßung
Santa Precaria - eine Teilzeitheilige mit Namenstag am 29.2. - kam nach St. Pölten und übergab an diesem ungewöhnlichen Tag ihr Forderungspapier „Fair statt Prekär – für ein Leben in Fülle für alle Beschäftigten“.
Die Heilige der LeiharbeiterInnen, freien DienstnehmerInnen, geringfügig Beschäftigten und der Teilzeitarbeitskräfte ist das Symbol für die immer größer werdende Zahl von Beschäftigten, deren Einkommen nicht ausreicht.
Sie traf mit ihrem Gefolge (AktivistInnen der Katholischen ArbeiterInnen Jugend, der Katholischen ArbeitnehmerInnen Bewegung, der Betriebsseelsorge, des Netzwerks der Solidarität und des Arbeitslosenfonds) mehrere PolitikerInnen.
So führte die heilige Truppe Gespräche mit Klubobmann Hannes Weniger von der SPÖ, Dr. Helga Kriesmer vom Grünen Klub und ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger und übergab ihnen ein Forderungspaket.
Den ganzen Vormittag über wurden im Regierungsviertel Flugblätter an Passanten verteilt und die Forderungen veröffentlicht.
Ziel der Aktion war, die schwierige Situation von vielen prekär Beschäftigten in unserer Gesellschaft öffentlich zu machen, um ein Umdenken zu bewirken hin zu sozial und finanziell besser abgesicherten Anstellungsverhältnissen.
Santa Precaria kämpft für: FAIR STATT PREKÄR – Für ein Leben in Fülle!
- Planbare Arbeitszeiten statt „allzeit bereit“
- Mindestlohn und eine Grundsicherung statt „von der Hand in den Mund leben“
- Arbeitslosengeld, Gesundheits- und Pensionssicherung statt „bettelarm, wenn’s brenzlig wird“
- Mitbestimmung im Arbeitsprozess statt „den Mund halten“