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Wir geben Arbeitslosen eine Stimme

 

30. April ist der „Tag der Arbeitslosen“. Die Zahl der Menschen, für die bereits jeder Tag ein Tag der Arbeitslosigkeit ist, nimmt ständig zu.

Arbeitslosigkeit verstärkt Armut! In Oberösterreich leben rund 145.000 Menschen in Armut. Besonders betroffen sind: Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Großfamilien, MigrantInnen und Menschen mit Behinderung. Sie brauchen Hilfe und keine Schuldzuweisungen.


Wir sind für „Fair-Teilen“:

  • Erhöhung von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe

  • Mindestsicherung, die zum Leben reicht

  • Faire Verteilung der vorhandenen bezahlten Arbeit

  • Gleiches Geld für gleiche Leistung

  • Mindesteinkommen von 1.300 Euro

  • Steuergerechtigkeit bei Arbeit und Vermögen

Auch dieses Jahr werden wir wieder dabei sein bei einer öffentlichen Aktion am Taubenmarkt auf der Linzer Landstraße. Es ist wichtig auf das Schicksal arbeitsloser Menschen hinzuweisen und sich dafür einzusetzen, dass in einer Wohlstandgesellschaft niemand von Arbeit "ausgegrenzt" ist.


Für Interessierte und engagierte Jugendliche und Junge Erwachsene

 

Infos:
kj oö Forum Arbeit/KAJ

H http://ooe.kjweb.at/fak

T 0732 7610 - 3618
E sigrid.kremsmayr@dioezese-linz.at

  



Jugendarbeitslosigkeit


Aktuell sind in Oberösterreich, laut Arbeitslosenstatistik des AMS, mehr als 13.000 junge Erwachsene unter 25 Jahre arbeitslos. Stefanie Poxrucker, ehrenamtliche Vorsitzende der kj oö: „Wir begrüßen die Ausbildungsgarantie für die 15 – 19 Jährigen in OÖ, sie gibt ein Stück halt! Dieser Rückhalt fehlt aber den 20 – 24 Jährigen! Sie sind besonders betroffen von der aktuellen Arbeitsmarktkrise: trotz abgeschlossener Berufsausbildung und praktischer Erfahrung waren und sind sie die ersten, die den Kündigungswellen zum Opfer fallen!“ Eine weitere besonders betroffene Gruppe sind junge Menschen mit Handicap. Sie sind in dem Dilemma, auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance zu haben, und für den geschützten Arbeitsmarkt viel zu gut zu sein!


Von den arbeitsuchenden jungen Menschen befinden sich in Oberösterreich zum Stichtag 30. März 2010 ca. 5.000 junge Menschen in einer AMS Maßnahme. Viele dieser AMS-Kurskonzepte sind nach wie vor zu verschult! Es braucht innovativere, motivierendere Weiterbildungskonzepte die den Arbeitssuchenden Orientierung und Klarheit verschaffen. „Darüber hinaus erwarten wir uns vom AMS, dass es ausreichend speziell ausgebildete und qualifizierte JugendberaterInnen zur Verfügung stellt, die auf die jeweiligen individuellen Situationen der Jugendlichen eingehen können und denen mehr Zeit für Beratungsgespräche zur Verfügung steht. Jugendliche haben besondere Bedürfnisse, das gehört auch in der Beratung berücksichtigt“, so die Vorsitzende der kj oö!


Sigrid Kremsmayr, Organisationsreferentin der Katholischen Jugend OÖ, Forum Arbeit/KAJ


  

Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung Oberösterreich (KAB)


Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstverwirklichung und Anerkennung sind unumstößliche Attribute menschlicher Würde und Voraussetzung für ein glückliches Leben. Arbeitslosigkeit hindert den Menschen, ein würdiges Leben zu führen. Dort, wo die Mittel zum Selbstzweck werden, wo Kapital Vorrang vor menschlichem Schaffen hat, wo der Mensch zum Objekt und Steuerungsmittel eines marktliberalen Wirtschaftens wird, wo die Würde des Einzelnen unter die Räder kommt, sind wir als Kirche gefordert, dieses Unrecht zu benennen und eine Neuausrichtung des vorherrschende wirtschaftlichen Handelns einzufordern.

Wir fordern daher die Politik auf, Schritte in eine andere Richtung zu setzten – hin zu einer Wirtschaft im Dienste des Lebens! Denn: Es reicht – für alle!

  

Herbert Kuri, Vorsitzender der KAB OÖ

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