Derzeit sind 56.743 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren ohne Arbeit. Anlässlich des morgigen Tages der Arbeitslosen ruft die Katholische Jugend Österreich die Verantwortlichen auf, zu handeln.
„Jeder Jugendliche ohne Arbeit ist einer zu viel! Daher fordert die Katholische Jugend Österreich die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf, das Thema Jugendarbeitslosigkeit auf den ersten Platz der Agendenliste zu setzen!“ so Peter Gebauer, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ) und Sprecher des Projekts Stellenwert „Jugend will Arbeit“ www.stellenwert.at.
Für Ausbau der Berufsorientierung und Schaffung von mehr Lehrstellen
Konkret fordert die Katholische Jugend für alle Jugendlichen die qualitativ beste Ausbildung, einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz für jede/n Jugendliche/n und den Ausbau der Berufsorientierung.
Berufsorientierung ist derzeit als integrative verbindliche Übung in den Lehrplänen der 7. und 8. Schulstufe vorgesehen. In der Praxis fühlt sich allerdings niemand dafür verantwortlich. „Die KJÖ fordert die Einführung eines eigenen Unterrichtsfaches Berufsorientierung!“ erläutert Peter Gebauer. „Damit ist gewährleistet, dass Jugendliche Klarheit über ihre Fähigkeiten und Wünsche bekommen und in den Berufsfeldern eine Ausbildung suchen, die ihren Fähigkeiten entsprechen.“
Mit Veranstaltungen wie „I am“ oder „Mehr vo dr Lehr“ bietet die Katholische Jugend bietet selbst eine Reihe von Berufsorientierungs- und Persönlichkeitsentwicklungsseminaren für Jugendliche an. „Der Erfolg und die Nachfrage geben uns Recht und unterstreichen die Notwendigkeit von Angeboten zum Thema Berufsorientierung.“
Um Jugendlichen die Chance zu bieten, in dem Berufsfeld, das ihren Fähigkeiten entspricht, eine Ausbildung zu erhalten, braucht es jedoch dementsprechend viele freie Lehrstellen. „Wie fordern die Politik auf, alles daran zu setzen, mehr Lehrstellen zu schaffen!“ so Gebauer weiter.
Gegen die Kündigung von Lehrlingen
Dass Lehrlinge in Zukunft nach dem ersten und zweiten Lehrjahr gekündigt werden können, lehnt die Katholische Jugend weiterhin vehement ab. „Diese Maßnahme dient in keiner Weise der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit! Die Kündigungsmöglichkeit von Lehrlingen widerspricht dem Ziel, die Lehre attraktiv zu gestalten und so kann unsere Forderung nur lauten: Sofortige Rücknahme der Kündigungsmöglichkeit von Lehrlingen!“ so Gebauer abschließend.
Rückfragehinweis:
Peter Gebauer
Vorsitzender der
Katholischen Jugend Österreich
Tel: 0676/88011 1556